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Wärmesenke

Fachbegriff

Wärmesenke

In industriellen Hochtemperatur-Wärmepumpen (HTWP) fungiert der zu versorgende Prozess als Wärmesenke, die Temperaturen von bis zu 200 °C erfordert. Sie steht der Wärmequelle  gegenüber, welche entweder Wärme bereitstellt oder gekühlt werden muss.

Typische industrielle Wärmesenken sind:

  • Prozesswärmeverbraucher: z.B. Trocknungsanlagen, Reaktoren, Pasteurisierungs- oder Sterilisationsprozesse.
  • Dampfsysteme: Bereitstellung von Sattdampf bis 250 °C bei bis zu 40 bar.
  • Heißwassernetze: z.B. für Fernwärme oder interne Heizkreise mit Vorlauftemperaturen über 100 °C.
  • Thermalölsysteme B. in Frittier- und Trocknungsprozessen, Reaktoren
  • Wärmespeicher: z.B. Pufferspeicher zur Entkopplung von Wärmeerzeugung und -verbrauch.

Die Effizienz einer Hochtemperaturwärmepumpe hängt maßgeblich vom Temperaturhub  zwischen Wärmequelle und -senke ab. Je geringer dieser Unterschied, desto höher ist die Leistungszahl (COP) der Anlage. Daher ist es entscheidend, die Wärmesenke so auszulegen, dass sie mit möglichst niedrigen Temperaturen auskommt, ohne die Prozessanforderungen zu beeinträchtigen.

Die Auswahl und Auslegung der Wärmesenke beeinflussen die gesamte Systemauslegung der HTWP. Sie bestimmen die Anforderungen an Kältemittel, Kompressortechnologie und Wärmetauscher. Eine präzise Abstimmung zwischen Wärmesenke und -quelle ist daher unerlässlich für einen effizienten und zuverlässigen Betrieb der Anlage.

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